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ADHS und Hochsensibilität (HS) – Worin liegt der Unterschied?

Immer wieder stolpere ich darüber, wie Menschen ADHS und Hochsensibilität (HS) in einen Topf werfen und annehmen, dass es bloß zwei Namen für eine Sache sind. Doch dem ist nicht so. Worin sich diese Begriffe und „Diagnosen“ unterscheiden und wo sie trotzdem Gemeinsamkeiten vorweisen, möchte ich Dir in diesem kurzen Artikel erklären.

Was genau ist eigentlich AD(H)S?

ADHS steht für Aufmerksamkeits-Defizit- / Hyperaktivitäts-Störung und ist eine klinische Diagnose, die man auch im typischen Klassifikationssystem ICD-11 finden kann (International Classification of Diseases).

Vorrangig findet man diese Diagnose bei Kindern und Jugendlichen (bei etwa 5%) und nur noch selten bei Erwachsenen (2-3%) – bei Jungs tritt es übrigens häufiger auf, vor allem in Kombination mit der Hyperaktivität.

Wie der Name schon sagt, zeigen Menschen mit ADHS drei Kernsymptome, die sich bei jedem einzelnen in einer Ausprägung zeigen kann:

  • Unaufmerksamkeit: Sie können sich nicht lange auf eine Sache konzentrieren, lassen sich leicht ablenken und vermeiden daher solche Tätigkeiten.
  • Impulsivität: Sie sind ungeduldig und ihre Stimmung wechselt rasch.
  • Hyperaktivität: Sie haben Mühe längere Zeit still zu sitzen, sind unruhig und zappelig, sind oft grob, weil sie ihre Kräfte nicht einschätzen können und reden viel.

Tritt keine Hyperaktivität auf wird die Diagnose ADS gestellt.

Wenn Du nun das Gefühl hast, dass da einiges auf Dich zutreffen könnte, muss das trotzdem nicht bedeuten, dass Du die Diagnose ADHS bekommen würdest. 

Um wirklich eine Störung diagnostiziert zu bekommen, müssen verschiedene Kriterien vorliegen: In diesem Fall muss das ganze schon vor dem 7. Lebensjahr aufgetreten sein, schon länger als 6 Monate anhalten und bestehen, die Symptome müssen in mind. zwei Lebensbereichen auftreten, das eigene Leben deutlich beeinträchtigen und ein großes, persönliches Leiden sollte vorhanden sein.

Wo ist also der Unterschied von ADHS zu Hochsensibilität?

Zum einen ist weder Hyperaktivität, noch Impulsivität ein Zeichen von Hochsensibilität. Zum andern ist es mir wichtig zu betonen, dass Hochsensibilität im Vergleich zu ADHS keine Diagnose und somit auch keine Krankheit darstellt. 

Bei ADHS werden teilweise sogar Medikamente zur Unterstützung in der Behandlung eingesetzt, was bei Hochsensibilität nicht der Fall ist.

Normalerweise besteht bei hochsensiblen Menschen auch kein Bedarf ihren hochsensiblen Anteil behandeln zu lassen. Wichtig ist jedoch zu lernen damit leben zu können und sich selbst besser kennen und einschätzen zu lernen. So klappt es dann auch auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und ein gesundes und glückliches Leben zu führen.

(Wenn Du nun das Gefühl hast sehr wohl unter Deiner Hochsensibilität zu leiden, dann darfst Du Dir natürlich trotzdem Hilfe holen. Hochsensibilität wird zwar nicht therapiert, jedoch kannst Du Dir entweder einen Coach suchen, der Dir hilft oder es liegen andere Diagnosen vor, für die Du gerne eine Psychotherapie hättest. Schau einfach welcher Weg sich für Dich stimmiger anfühlt!)

Wo ist nun die Gemeinsamkeit von ADHS und Hochsensibilität, außer den Buchstaben HS?

Die Hauptgemeinsamkeit findet sich in der Reizverarbeitung. Bei Menschen mit AHDS stehen gewisse Botenstoffe / Neurotransmitter (Dopamin und Noradrenalin) nicht ausreichend zur Verfügung. Darum ist die Reizwahrnehmung und Reizverarbeitung auch anders als bei gesunden Menschen.

Normalerweise treffen viele Informationen und Reize auf den Menschen. Wenn der Wahrnehmungsfilter intakt ist, dann lässt er nur die relevanten und dringlichen Informationen durch. So kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren und „richtig“ reagieren. Wenn aber eine Reizfilterschwäche auftritt, wird nicht klar was nun wichtig und was unwichtig ist. So kommt es, dass mehr Reize verarbeitet werden, man leichter ablenkbar ist, man vorschnell reagiert und immer wieder die gleichen Fehler macht.

Folge dieses Fehlers in der Reizverarbeitung ist wie bei hochsensiblen Menschen auch die schnelle Reizüberflutung.

Ob bei Hochsensibilität die gleichen neuronalen Prozesse im Gehirn stattfinden und der „Fehler“ an der gleichen Stelle auftritt, ist mir nicht bekannt.

Bei hochsensiblen Menschen kommt es jedenfalls auch dazu, dass mehr Reize durch den Filter gelangen und intensiver verarbeitet werden. Dadurch kann es natürlich auch dazu kommen sich nicht konzentrieren zu können und leicht ablenkbar zu sein.

Was natürlich auch eine Gemeinsamkeit ist, ist das Gefühl anders zu sein und nicht reinzupassen. Nicht nur Menschen mit ADHS ecken leicht an, sondern auch hochsensible Menschen verspüren immer wieder, dass sie anders ticken wie der Rest. Vielleicht fühlen sich viele ADHS-ler auch darum zu den HS-lern hingezogen und andersherum.

Trotzallem kann es sein, dass Du tatsächlich ADHS hast und Dich selbst als hochsensibel bezeichnen würdest. Das ist selbstverständlich möglich. 

Wichtig ist nur, dass auch, wenn die Buchstaben in ADHS und HS teilweise übereinstimmen, es sich nicht um das selbe “Phänomen” handelt, sondern dass auch unterschiedlich damit umgegangen wird.

Wenn Dir noch etwas unklar ist und Du Fragen hast, dann schreib mir gerne in die Kommentare.

 

Von Herzen alles Liebe,

Deine Lisa

 

PS: Wenn Du Dir ebenso mehr gegenseitiges Verständnis und Mitgefühl füreinander wünschst, dann teile gerne diesen Artikel mit Deinen Freunden und Deiner Familie und allen, die noch nie etwas von Hochsensibilität gehört haben.

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