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Stress – Dein Feind und Helfer

Sätze wie, Stress mich nicht, ich bin mega gestresst, ich steh‘ unter Strom, der übt Druck auf mich aus… sind in unserem allgemeinen Sprachgebrauch angekommen. Jeder war schon einmal gestresst in seinem Leben! 

Chronischer Stress erhöht bekannterweise das Risiko für verschiedene Krankheiten. Warum sollte Stress also ein “Helfer” sein…?

Stress per se ist nicht negativ

Wir gehen immer davon aus, dass Stress etwas Negatives ist. Doch dem ist nicht so.

Das Wort Stress kommt aus den englischen und hat seinen Ursprung in der Physik: Wenn Druck oder Spannung auf einen Gegenstand ausgeübt wird, dann steht er unter Stress.

Der Mediziner Hans Seyle hat 1950 den Begriff auf den Menschen übertragen. Er definierte Stress als Spannung, die durch einen Reiz hervorgerufen wird.

 

Was ist Stress für Dich? Welche Situationen und Bedingungen empfindest Du als stressig?

Für manche ist es das Sprechen vor einer Gruppe, für den einen ist es der Spaziergang über den vollen Marktplatz, für andere die eigene Hochzeit und für wieder andere ist es eine Prüfung zu schreiben.

Du siehst, Stress ist etwas Individuelles und hängt von der eigenen, subjektiven Bewertung ab. Zugleich kann auch eine positive Situation, wie eine Hochzeit oder ein erstes Date Stress bedeuten.

Trotzdem spricht man allgemein von Stress, wenn ein Individuum mit Ereignissen oder Situationen konfrontiert wird, die es belasten und sein subjektives körperliches oder seelisches Wohlbefinden beeinträchtigen (nach Atkinson et. al).

Das führt uns deutlich vor Augen, warum Stress als etwas Schlechtes angesehen wird.

EuStress und DisStress

In der deutschen Sprache gibt es ein Wort für Stress. Im englischen gibt es zwei. Und das hat seinen Grund. 

Im englischen gibt es zum einen den Begriff Eustress für die positive Spannung und zum anderen Disstress für die negative Spannung.

Dis-Stress ist also das, was die meisten sich unter Stress vorstellen, während Eu-Stress eher als Motivation und Aktivierung umschrieben wird.

Stress ist wandelbar!

Wann ist Stress nun unser „Helfer“ und wann wird er zum „Feind“?

Stress kann man sich als ein Kontinuum vorstellen, auf dem es einen fließenden Übergang von dem positiven Eustress hin zum negativen Disstress gibt.

Eustress: Aktivierung, Motivation

Disstress: Druck, Anspannung

Und nun überlege einmal: Gibt es Situationen, in denen Du Stress brauchst? Wann brauchst Du eine gewisse Aktivierung?

Genau, jeden Tag! Du brauchst Eustress in Form von Motivation und Aktivierung, damit Du morgens überhaupt den ersten Schritt machst und aus Deinem Bett kriechst. Hättest Du diese gewisse Aktivierung nicht, würdest Du wahrscheinlich einfach im Bett liegen bleiben. (Eu-) Stress ist also etwas, das uns bewegt und antreibt und das wir folglich auch brauchen.

Ich sehe Stress gerne als Wegbegleiter, den wir brauchen und der die unterschiedlichsten Seiten in uns hervorbringt.

Stress ist vielseitig

Stress steht in engem Zusammenhang mit drei Komponenten: Konzentration, Energie und Wohlbefinden.

Wie genau Stress diese Faktoren beeinfluss möchte ich Dir hier zeigen

Ohne Spannung

Ohne Aktivierung / Motivation ist das Leben recht langweilig: ohne Herausforderungen und ohne Ziele. Ich nenne das den Standby Modus. Wer behauptet null Spannung (Stress) in seinem Leben zu haben, ist wahrscheinlich kurz vor dem Einschlafen. Auf Dauer würde dieser Zustand sicherlich im Boreout enden (=Gegenteil von Burnout) und wir würden nichts leisten können.

Aber wenn wir ehrlich sind, ist dieser Zustand auch nicht realistisch.

Konzentration: gering bis gar nicht

Lebensenergie: träge, gedämpft

Wohlbefinden: fraglich

Wenig Spannung - Motivation

Wenn wir ein bisschen Spannung in unserem Leben haben, bedeutet das dass wir motiviert und aktiv sind. Du kennst vielleicht den Zustand, wenn man „Hummeln im Hintern hat“. Damit meine ich nicht unruhig im negativen Sinne zu sein, sondern der Zustand, wenn die Spannung uns antreibt und leistungsfähig macht.

Konzentration: hoch

Lebensenergie: vital

Wohlbefinden: prima

Viel Spannung - Höchstleistung

Wenn es zu noch mehr Spannung kommt, dann sind wir an dem Punkt, an dem Du die größte Leistung erbringen kannst. Beispiel: Zwei Tage vor Abgabetermin kommst Du voll in Fahrt, bist etwas unter (Zeit-) Druck und weißt, dass es jetzt darauf ankommt. Nur so schaffst Du es dann in kürzester Zeit viel zu erledigen.

Konzentration: maximal

Lebensenergie: volle Power

Wohlbefinden: angespannt, aber gut

Zu viel Spannung - Angst

Wenn die Spannung noch weiter wächst, dann kippt die Lage. Dann ist der Punkt erreicht, an dem es zu viel wird. Dann wandelt sich Deine Freude in Angst, Deine Höchstleistung in Blockaden und Black Outs, Deine Energie weicht und es fühlt sich an, als wärst Du gelähmt. Du bist dann nicht mehr leistungsfähig. 

Konzentration: Tunnelblick

Lebensenergie: blockiert

Wohlbefinden: negativ

Was können wir daraus ziehen?

Verrückt wie das Maß an Spannung bestimmt, ob Stress etwas “Gutes” oder etwas “Schlechtes” ist, oder? 

Von totaler Lethargie, über Motivation und Höchstleistung bis hin zu Angst und Panik.

 

Wann ist Stress Dein Helfer und wann Dein Feind?

Meine Antwort darauf, ist, dass wir ein gewisses Maß an Stress brauchen, um ein gutes, glückliches Leben zu führen, indem wir unsere Ziele erreichen und tolle Erfahrungen machen. Dann ist Stress unser Helfer, weil er uns eine gewisse Konzentration, Lebensenergie und Freude bereit hält.

Wenn allerdings über einen längeren Zeitraum ein hohes Maß an Stress vorliegt, dann wird es für unseren Organismus zu anstrengend und dann dient Stress als Bote, denn er zeigt uns in den unterschiedlichsten Symptomen “STOPP”.  Umso wichtiger ist es dann den Stress wahrzunehmen und ihn nicht zu missachten. Dann ist es Zeit, dass der Stress sich legt und wir uns erholen können. 

Ansonsten wird Stress zum Feind.

Dieser Übergang vom Helfer zum Feind kann schleichend und heimtückisch sein. Heimtückisch, da wir den Wandel nicht offensichtlich kommen sehen: Wir genießen die Phase in der wir Höchstleistungen erbringen können, da sie auch wünschenswert sind. Sie haben aber auch ein gewisses Suchtpotential, da es natürlich toll wäre, wenn wir immer und alle Zeit Höchstleistung erbringen könnten…

Wer das jedoch anstrebt bzw. lebt und sich keine Phasen der Regeneration (Erholung) gönnt, der wird irgendwann spüren, dass die eigenen Kräfte auch mal ausgehen und die Akkus leer werden.

Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen, führt dieser Anreiz, ständig in Topform sein zu wollen, Leistung erbringen zu wollen, Spaß und Action haben zu wollen und immer und überall dabei sein zu wollen, letztendlich zum Burnout.

Und dann ist Stress wirklich zum Feind geworden.

Um das zu vermeiden, solltest Du lernen immer wieder herunterzukommen und Dein Stresslevel zu senken.

Wie Du das machst?

Zum einen durch Pausen, genug Schlaf und Zeit für Dich, zum anderen durch aktive Entspannung mit Entspannungstechniken, wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Meditation.

Das solltest Du aus dem heutigen Artikel für Dich mitnehmen:

Stress hat seine guten Seiten und kann unser Helfer sein, da er uns motiviert und aktiviert. Wenn es allerdings zu viel Stress wird oder über einen langen Zeitraum konstant vorherrscht, wird Stress zum Feind.

 

Wo besteht denn jetzt eigentlich der Zusammenhang zwischen Stress und Hochsensibilität?

Das erfährst Du im nächsten Blogbeitrag.

Freu Dich drauf! 

Bis dahin alles Gute,

Deine Lisa

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